Es ist noch nicht mal Oktober, und ich habe schon vier Kalender für 2011 geschenkt bekommen. Dabei wollte ich mir diesmal doch selbst einen aussuchen - zu spät :-)
Alles neu aufsetzen zu müssen, auch das eigene Büro, bietet ja auch Chancen für eine “perfekte” Organisation. Damit tröste ich mich, wenn ich fünfmal am Tag ins Leere greife zu Dingen, die sich entweder woanders herumtreiben oder Asche sind.
Natürlich erst in UNSERER Wohnung. Hier im Übergangsleben bleibt mir das halbe Chaos erhalten. Zwar juckt es mich schon ein wenig, auch diesen Platz durchzuorganisieren, ich mag das einfach. Aber es lohnt ja nun mal nicht wirklich.
Etwas Sorgen mache ich mir, weil unser Mietvertag nur bis Januar läuft. Niemals wird bis dahin die Etage wieder bezugsbereit sein, niemals, das kann einfach nicht klappen. Hoffentlich können wir verlängern, mühelos und ohne Verrenkungen.
# 14. September 2010 • 2 Voices
Man sollte kaum glauben, wie lange es nach einem solchen Einschnitt braucht, bis Zeit für die Neuanschaffung von manchen alltäglichen Notwendigkeiten vorhanden ist. Kommt natürlich auch ein bisschen auf die Prioritätensetzung an.
Weil ja so ziemlich alles fehlt, bin ich jeden Tag mit Planung beschäftigt. Im Gegensatz zu der liebsten Nachbarin, die in die Kommentare des Spendenseitengästebuchs gerotzt hatte, ich würde es “immer besonders schön haben wollen”, weiß ich nämlich, dass es überhaupt nicht viel Geld kosten muss, eine richtig gemütliche Wohnung zu haben, die sich wie ein Heim anfühlt.
Am liebsten hätte ich ihr tröstend gesagt, dass die Objekte ihres Neides von Ebay stammen für Kleingeld und von uns aufgearbeitet wurden. Aber ich glaube, wer so irrational neidisch auf ausgebrannte Leute ist, kann solche Infos dann sowieso nicht mehr umsetzen.
Das neue Wohnzimmer wird kein Sofa bekommen, und auch keinen Esstisch. Sondern eine große, stabile und äußerst gemütliche Sitzgruppe in angenehmer Sitzhöhe mit einer Gruppierung verschiedener Tische, die ganz absolut wunderbar aussehen wird, wenn ich erst mal alle Möbel passend zueinander lasiert und geölt habe.
Irgendwelche teuren Möbel kann sich jeder kaufen. Solche Ideen aber nicht.
# 13. September 2010 • 4 Voices
Google, Stayfriends und Facebook schwemmen mir seit Wochen längst vergessene Geister der Vergangenzeit vor die Zehen.
Gestern dann ein Ex, mit dem ich vor 22 Jahren zusammen war und den ich meiner Erinnerung nach aus meiner Wohnung geworfen habe, weil er lebenstechnisch nicht in Gang kam oder überhaupt kommen wollte und ich in diversen Parallelbeziehungen sehen konnte, wohin das langfristig führt. So ein Rauswurf fällt ja eigentlich nicht unter “er hat mich verlassen und ich habe mir dann zwei Jahrzehnte später eingeredet, es sei umgekehrt gewesen”. Dachte ich. Hatte ihn ja rausgeworfen, und zwar habe ich eine Freundin mit einziehen lassen parallel, damit er nicht zurückkonnte. Wenig Chancen auf rückwirkende Verklärung seinerseits, fand ich.
Er hat es aber durchaus geschafft, in der romantischen Rücksicht ein “immer noch anhaltendes Brodeln” zu entdecken und mir zu erklären, er habe mich ja nur zu meinem Besten verlassen.
Männer sind schon manchmal seltsam.
Während er mir detailliert schilderte, wie er vor 4 Wochen meinen Namen googelte, und was seitdem so in ihm vorging, erwähnte er aber mit keinem Wort sein eigenes Privatleben. Hoffentlich nicht aus Mangel an.
Aussehen tut er kein bisschen anders als früher, und das weiß ich deswegen, weil ich schon einfach an ihm vorbeigelaufen bin VOR UNSEREM HAUS und so getan habe, als würde ich ihn nicht erkennen.
# 09. September 2010 • 3 Voices
In dem Gästebuch vonihrwisstschonwo kommentierte auch eine K, die mir später noch eine Mail schrieb und sich bei mir bedankte für “die entscheidende Hilfe damals”.
Die entscheidende Hilfe für eine kleine knapp volljährige K, die das erste Mal mit ihrem nackten Freund alleine war und ihn optimistisch hin- und hergeschwenkt hatte, auf und nieder geschwengelt mit spitzen Fingern und sich dann wunderte, dass er lieber ein Video schauen wollte.
Wenn ich mich recht entsinne, holten wir als erstes einen Hammer aus dem Haushaltsschrank und übten das Zupacken, Anpacken und äh, ist ja jetzt auch egal.
Wenn ich das richtig verstanden habe, führte dieser kleine improvisierte Heimwerkerkurs in den Anfang einer durchaus zufriedenstellenden Ehe.
Sorry, aber ich muss gerade so lachen.
# 04. September 2010 • 1 Voices
und ich habe mal gerade heraus gefragt, warum wir unsere geborgenen Kindersachen nicht kriegen.
Die Antwort ist so banal. Sie hat sie im Keller verstaut und keine Lust, die da wieder rauszuholen, wenn ihr Mann nicht da ist, um auf das Kind aufzupassen. (Nein, ich möchte das nicht analysieren.)
Morgen gegen Abend ist er wieder da und dann holen wir das Zeugs, notfalls mit ganz viel hartnäckiger Freundlichkeit :-)
# 03. September 2010 • 2 Voices
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