Reasons Edge

Ja gähn, regional einkaufen, wissen wir schon, danke

Immer wieder diese Menschen, die davon ausgehen, das geilste Stück geschnitten Brot zu sein und in salbungsvolle Belehrungen über die einzig wahren Lebensweisen verfallen.

Ja doch. Auch bei dir ist die Info angekommen, dass regionale Lebensmittel nachhaltiger sind und deswegen musst du das nun im Gespräch über Lieferservices und deren Qualität dringend anbringen. Schon klar.

Aber woher die Annahme, dass der Rest der Welt sich weder informiert hat noch darüber im Klaren ist? Mir kommt es so oft so vor, als hätte ich jedes langweilge Gespräch zu den großen Themen der Selbstgerechtigkeit (“Sieh her, so mache ich das und deswegen bin ich besser als du”) schon viertausendmal gehört.

Geführt kann man dazu nicht sagen, denn ich scahue ja immer, dass ich schnell fortkomme.

Wohltuend und erfrischend jene, die wirklich etwas beitragen. Die fangen nämlich einfach mit der Info an und nicht mit der Belehrung.

# 21. Juli 2012 • 0 Voices



At bay

Ab und zu schaue ich hier vorbei und es ist schön, eine wirklich stille kleine Ecke zu haben, in der auch die Trüffelschweine nur kurz trüffelschnüffeln können und sonst nichts, während das Blog ansonsten nur ein paar Freunde kennen (die vermutlich nur daran denken, wenn es im Feedreader aufblinkt, und das ist auch ok so).

Viel könnte ich schreiben über den Kampf gegen die Dämonen der Autoimmunkrankheit, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es mir gut tun würde (sonst stünde hier mehr). Einige von denen, die mir damals, als es mir geholfen hat, eiskalte Häme entgegengesprüht haben, stehen nun in ihrem eigenen Giftschlamm und kämpfen um erträgliche Tage. Scheinbar findet man es nicht mehr ganz so überflüssig und eitel, über Krankheiten zu schreiben, wenn man selbst welche betreibt. Möge es ihnen helfen, die Spitzenzeiten lindern und zur Ruhe beitragen, die man krank so dringend braucht.

Ich habe 2011 überlebt, und das war alles andere als selbstverständlich. Das gilt auf andere Weise auch für 2010. Die Angst und der drohende Abschied haben es sich zur Aufgabe gemacht, mich zu schleifen und zu stählen. Wenn ich 12 Jahre jünger geschätzt werde, korrigiere ich sofort. Niemals, um keinen Preis würde ich ein Jahr wieder hergeben von denen, gegen die ich gewonnen habe.

Ein bisschen problematisch ist der Umgang mit dem, was andere ein “Problem” nennen. Manchmal möchte man einfach quer durch fremde Bäckchen klatschen, weil es so verdammt hohl ist, welche Alltagsärgernisse so mancher sich ausgiebig gönnt.

Die Zeit nach dem Feuer war gleißend hell, schneeweiß und völlig rein. Für keine Abneigung, für keine Blödheit, für keine Ablenkung war Raum. Jeder noch so lang bekannte Mensch war strahlend hell und neu und konnte mich zerstören oder retten. Nicht wie luftleerer Raum, sondern wie viel zuviel Sauerstoff. Nur mühsam konnte ich später damit aufhören, mich in diesem Energiestrahl zu bewegen, der erforderlich war, weil ja eigentlich gar keine Kraft vorhanden war und ich sie trotzdem rund um die Uhr einsetzte.

Wenn ich daran zurückdenke, bin ich immer noch erstaunt. Unvergessen auch der Reflex, die Menschen abzuwehren, die gern schnell und hastig alles “heilgemacht” hätten, um nicht belästigt zu sein.

Heilung braucht Zeit. Alles, was man zur Beschleunigung tut, bricht sowieso nur wieder auf.

# 30. Juni 2012 • 0 Voices



Keine Fortbildungsbereitwilligkeit.

Menschen, die stets ihre Empfindlichkeiten und scheinbaren Verletzlichkeiten wie einen Schutzschild vor sich hertragen, sind ja in der Regel diejenigen, die ihren Willen am besten durchsetzen können. Von denen kann man lernen, wie man nur noch zu essen bekommt, worauf man wirklich Appetit hat oder wie man sich gegen jede gesellschaftliche Konvention benimmt und das immer noch als entzückende private Marotte verpackt. Oder wie man lustbetont das ansteuert, was man gerade haben will, es kann auch schon mal der Mann einer Freundin sein, die nie davon erfährt.

Man kann lernen, wie der Mittelpunkt jeden Gesprächs angestrebt werden kann, weil man irgendwie immer ein ganz interessantes Problemchen hat, das erst bewältigt werden muss, bevor alles normal werden kann (was es aber nie wird). Man kann lernen, mit kackendummer Penetranz eigene Anliegen voranzutreiben, einfach indem man jede Frage so oft stellt, bis einem die Antworten gefallen. Notfalls fängt man eben an zu diskutieren, wenn sie einem nicht gefallen.

Natürlich kann man von ihnen auch lernen, wie Menschen älter werden und dabei erarbeiten müssen, ganz alleine klarzukommen, weil kein Partner Platz hat an einem Ort, der von so einem betreuungsintensiven Ego bewohnt wird. Das heißt dann “aber ich kann doch meine Ansprüche nicht senken, nur weil es schwierig ist mit der Partnersuche”.

# 19. Juni 2012 • 0 Voices



Pffft.

Nur Frauen schaffen es, zu schmollen und beleidigt zu sein, wenn man ihnen einen pragmatischen praxisnahen, auf den Punkt gebrachten Rat gibt - oder einen Link.

Wären sie doch lieber gepuschelt und betreut und mit Worten umarmt worden, wenn sie schon selbst mit dem Hinterteil nicht hochkommen - so eine kalte nackte Info ist ja auch irgendwie total unpersönlich, ich seh es ein.

# 31. Mai 2012 • 0 Voices



Verdammt NEIN.

Ich will nicht die Schwester einer Bekannten als Haushaltshilfe, ich will nicht die nette Nachbarin als Steuerberaterin, ich will keinen Rabatt vom Bruder einer Bekannten und ich will nicht den oder die oder das um einen Spezialpreis fragen, ich will diese ganze durchgesiffte Art von “Bezhiehungsgemülle” nicht in meinem Leben.

Ich möchte einfach nur bei einem fremden Menschen ganz normal für Leistung zahlen und diese auch erhalten - und ihn mit einem Arschtritt rauswerfen können, wenn es nicht klappt.

Kein dummes Klüngelschwein sein ist ein Qualitätsmerkmal für sich :-)

# 03. Mai 2012 • 1 Voices



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