Reasons Edge

Interessant.

Alleine und ungezügelt, wie das so ist an Arbeitswochenenden, habe ich erst verschlafen und wollte dann Lachs mit einem Hauch Lemon Juice frühstücken. Habe ich auch. Dann dauerte es zwei Minuten und irgendwas machte ‘Wupps’, der Lachs kehrte zurück auf die unmittelbare Oberfläche des Planeten und mein kurzfristig erhöhter Magen senkte sich sofort wieder ab und wollte noch mehr Milchkaffee. Der Kaffee und auch die Stückchen Ananas blieben drin, es war sauber aussortiert eindeutig der rosig zarte Lachsbrei, der nicht willkommen war - und nur der. Iiieks. Was soll das denn? Ich bitte das direkt wieder abzustellen, hier wird nicht geschwächelt, sondern gegessen, was auf den Tisch kommt. Schließlich stelle ich es selbst auf den Tisch und es ist immer so frisch und naturbelassen wie möglich.

Schwanger bin ich nicht, ich spuckte einfach so. So was muss man ja immer dazusagen.

# 02. Mai 2004 • 0 Voices



i can see clearly now

the rain has gone ;-)

yes i can make it now
the pain has gone
all of the bad feelings have disappeared
here is the rainbow I’ve been praying for

It’s gonna be a bright, bright sunshiny day.

# 27. April 2004 • 0 Voices



Nicht. Mein. Problem.

Es wäre nicht nötig gewesen, mich daran zu erinnern, dass Menschen mit großen inneren Problemen dazu tendieren, auf andere abzukotzen, statt sich mal auf die eigene Nase zu fassen und zu begreifen, dass es Gründe dafür gibt, wenn man sich so durchgehend so unglaublich scheisse fühlt. Interne Gründe. Nicht die böse Umwelt. Und da drinnen muss man auch anfangen, nicht bei den anderen.

Wir haben alle unsere Narben, Macken, Störungen und die werden nicht besser oder verträglicher, wenn man sie ungehemmt auslebt und dabei nach anderen tritt. Ich habe keine Lösungen und das bedaure ich in genau diesem Moment jetzt überhaupt nicht, denn wer andere als Fussabtreter für die eigene Unaufgeräumtheit benutzen will, darf keine Erfolge erwarten. Sondern eher ein noch übleres Lebensgefühl, wohlverdient beschissen.

Wer so tief fliegt, dem hilft nur eine brutale Kehrtwendung und die Erkenntnis, dass man bei sich selbst anfangen muss, so weh es auch tut.

# 26. April 2004 • 0 Voices



Tja.

Ich muss nur kurz überlegen, ob ich dieses Weblog (das ja nun mal nicht anonym sein soll und wird) nicht einfach als Diary nutze und den Rest drüben als Sammelblog, da kommt eine anzügliche E-Mail von Herrn X, der sich süffisant auf einen Eintrag nebenan bezieht und ich weiß wieder, warum ich zwei Orte brauche, an denen ich nichtanonym schreibe:

Weil es einige Leute gibt, die diesen nicht kennen, was ich erholsam finde.

# 25. April 2004 • 2 Voices



Bäääh-ääääh!

Einen Garten weiter schreit ein Kind und ich schreie zurück. Es verstummt verblüfft, schreit noch einmal kurz, prüfend - ich auch. Dann ist Ruhe. Jetzt hat er was zum Nachdenken, der kleine Quäk. Wir machen das immer mal wieder, während der Woche ;-) ich wette, so manche Mutter und auch seine würde vieles darum geben, den Nachwuchs so prompt verstummen lassen zu können.

Wenn ich das Kind treffe, hebe ich es hoch und setze es wieder ab, schnappe es mir kurz und lasse es wieder laufen, sobald es nah an mir vorbeikommt. So kann ich sicher sein, dass es sich nicht erschreckt, falls es nötig ist, schnell zuzugreifen und es irgendwo wegzuholen. Ein Mechanismus, den ich verinnerlicht habe, seit ich ein kleines Mädchen aus dem Meer zog, ein anderes Kind mal von einer Leiter über einem Stacheldrahtball. Noch letztes Jahr hielt ich die Tochter einer Bekannten, bis der Notarzt kam, als sie einen Fieberkrampf hatte und denke, sie hätte sich wohl kaum so an mir festgeklammert, wenn es das erste Mal gewesen wäre, dass ich sie berührte. Erstaunlich finde ich nur, dass Eltern es generell gar nicht zu bemerken scheinen, wenn jemand ihr Kind mal kurz anhebt, schnell durchknuffelt, mal eben aufhebt und wieder absetzt.

Eins weiß ich genau. Ich würde.

# 25. April 2004 • 0 Voices



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