Reasons Edge

Maienmontag, seit kurzem

Erstaunlicherweise habe ich meinen Zeitplan fast wieder eingeholt, nachdem die ToteLinie so unerbittlich näher rückte, dass ich mich kaum traute, mir zwischendurch in aller Seelenruhe einen Kaffee zu brühen, die Milch zu erwärmen und zu schäumen und dann im Garten zu stehen, um dieses große rosafarbene Blütenbeet-Dings anzustarren, wie immer so Pflanzen heißen mögen. Jetzt ist es zwar 1 Uhr nachts, aber ich habe wieder eine Chance, pünktlich zu liefern (und keine Ahnung, wie ich das trotz aller Hindernisse hingekriegt habe).

Nur meine Schultern geben warnende Zuckungen ab. Ich habe ein Angebot fürs Durchgeknetetwerden in eigenen Räumlichkeiten angefordert und werde mich sehr entspannt retten lassen. Verwöhnen und das Wort mit M und assage und m und obil mag ich nicht verwenden, das googelt mir dann wieder zu viel.

Einen schönen Wochenstart mit viel Mai und Sonne allerseits. Unser Gast mag hoffentlich einen deftigen Gemüsetopf, der zieht auf dem Herd schon durch (wenn nicht, ist jetzt der Moment für Protest! Hihi).

# 02. Mai 2004 • 0 Voices



to be or not to be dubidubidu

Bezugnehmend auf den Eintrag vorher: »Wie sicher kann man sein, nicht vielleicht doch schwanger zu sein?«

Nun ja. (Wirft skeptische Blicke auf die frische Blutspur zwischen hier und dem Badezimmer und den Halbjahresvorrat Marzipan).

Ziemlich sicher. Ich hab einfach nur das Frühstück wieder ausgespuckt, ehrlich. Wahrscheinlich hat das Sternzeichen von dem Lachs nicht zu meinem gepasst.

# 02. Mai 2004 • 0 Voices



Interessant.

Alleine und ungezügelt, wie das so ist an Arbeitswochenenden, habe ich erst verschlafen und wollte dann Lachs mit einem Hauch Lemon Juice frühstücken. Habe ich auch. Dann dauerte es zwei Minuten und irgendwas machte ‘Wupps’, der Lachs kehrte zurück auf die unmittelbare Oberfläche des Planeten und mein kurzfristig erhöhter Magen senkte sich sofort wieder ab und wollte noch mehr Milchkaffee. Der Kaffee und auch die Stückchen Ananas blieben drin, es war sauber aussortiert eindeutig der rosig zarte Lachsbrei, der nicht willkommen war - und nur der. Iiieks. Was soll das denn? Ich bitte das direkt wieder abzustellen, hier wird nicht geschwächelt, sondern gegessen, was auf den Tisch kommt. Schließlich stelle ich es selbst auf den Tisch und es ist immer so frisch und naturbelassen wie möglich.

Schwanger bin ich nicht, ich spuckte einfach so. So was muss man ja immer dazusagen.

# 02. Mai 2004 • 0 Voices



i can see clearly now

the rain has gone ;-)

yes i can make it now
the pain has gone
all of the bad feelings have disappeared
here is the rainbow I’ve been praying for

It’s gonna be a bright, bright sunshiny day.

# 27. April 2004 • 0 Voices



Nicht. Mein. Problem.

Es wäre nicht nötig gewesen, mich daran zu erinnern, dass Menschen mit großen inneren Problemen dazu tendieren, auf andere abzukotzen, statt sich mal auf die eigene Nase zu fassen und zu begreifen, dass es Gründe dafür gibt, wenn man sich so durchgehend so unglaublich scheisse fühlt. Interne Gründe. Nicht die böse Umwelt. Und da drinnen muss man auch anfangen, nicht bei den anderen.

Wir haben alle unsere Narben, Macken, Störungen und die werden nicht besser oder verträglicher, wenn man sie ungehemmt auslebt und dabei nach anderen tritt. Ich habe keine Lösungen und das bedaure ich in genau diesem Moment jetzt überhaupt nicht, denn wer andere als Fussabtreter für die eigene Unaufgeräumtheit benutzen will, darf keine Erfolge erwarten. Sondern eher ein noch übleres Lebensgefühl, wohlverdient beschissen.

Wer so tief fliegt, dem hilft nur eine brutale Kehrtwendung und die Erkenntnis, dass man bei sich selbst anfangen muss, so weh es auch tut.

# 26. April 2004 • 0 Voices



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