Reasons Edge

Alles wird immer flacher, flacher und flacher.

Alle Ecken und Kanten werden weggeschliffen, weil vor allem eins gilt: Egal was du sagst, es kommt sofort einer dahergeschwätzt und weiß es besser, nordet dich ein, weist dich zurecht, massregelt dich und informiert dich. Kein Gespräch ohne Gleichstellungsbeauftragen, kein Witz ohne Aufsicht über die Political Correctness, kein Rezept ohne Nachhaltigkeitsdebatte, keine Info ohne Feedbackgeschwalle, keine News ohne einen, der sie lieber in einem anderen Format angeliefert bekommen hätte. Es wird immer weniger, was man tut oder sagt, weil man dazu jedesmal gleich in Vorleistung gehen muss und sorgfältig abwägen. Nicht wie jene, die dann reinkacken, die kostet es keine Mühe.

Lauter wohlmeinende Menschen, die in der Ansicht handeln, etwas Gutes zur Vielfalt beizutragen oder diejenigen mit dem Wasserkopfego, das stets ein gewaltiges ICH in jeden Austausch trägt, die Kämpfer für gerechten Ausgleich und die notorischen Querulanten, sie tragen alle dazu bei, dass alles immer flacher wird.

Sie mischen sich mit den Bequemen, die nichts tun, das ihnen nicht gefällt (warum sollten sie auch? Ah-ahahaha!) und sich gern alles so drehen, wie es genehm ist. Die verzogenen Verwöhnten, deren Ansprüche erfüllt werden müssen und die selbst keine erfüllen, sie sind ja auch inzwischen überall. Zusammen mit denen, die sich alles mitnehmen, was sich abgreifen lässt im tatsächlichen und übertragenen Sinne.

Die Mischung macht’s. Woher sonst kommt das Dummvieh, dem man *dieses* Fernsehprogramm servieren kann, das *solche* Bücher kauft und mit so einer Politik abzuspeisen ist?

Samstag, 21. Juli 2012 • Link

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36725/1.html

melody  am  21. Juli 2012

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