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Das Lächeln der Schlange

Viel Blut in den Medien, der Tod ist farbenprächtig und allgegenwärtig. Dennoch ist das Grausamste, das ich in den letzten Tagen gesehen habe, ein öffentlich präsentiertes Ultraschallbild einer Frau, deren nahe Freundin gerade eben zum x-ten Mal ihre Babys nach einer künstlichen Befruchtung verloren hat. Ebenso öffentlich.

Es hätte die Schwangere nichts gekostet, einfach noch ein wenig zu warten. Seelische Kraft, innere Stabilität kommt und geht in Wellen, ist auf einem Tiefpunkt der Trauer am schwächsten - und was hätte es schon für einen Unterschied gemacht, einfach noch etwas zu warten? Vermutlich einen großen.

Mir hat es das Herz so krampfhaft zusammengezogen und diese hilflose Empathie hallt immer noch nach.

Samstag, 03. April 2004 • Link

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