Reasons Edge

Mit Näglein besteckt

Es gibt doch diese Action oder Road Movies, in denen der Held sich vom Anfang bis zum Ende in einen immer zerfledderteren Zustand hineinarbeitet. Ist er anfangs noch im blütenreinen weißen Hemd und makelloser Hose unterwegs, so hängt gegen Ende alles in Fetzen undefinierbarer Farbe um ihn herum, er hat malerische Kratz- und Schürfwunden mindestens auf Wange und Stirn und vermutlich eine krasse Fleischwunde in der Schulter (selbstvernäht?), die ihn aber nicht von der Welterrettung abhält.

Ich hab nur ein Auge blutig, aber anfühlen tut es sich in etwa genau so. Dass die Näglein aus dem alten Kinderlied Nelklein sind, ist mir übrigens schon klar.

Am Ende, zerschunden und zerbeult, bekommt er dann einen Kuss und die Illusion, dass jetzt alles für immer gut wird. Kann ich bitte 10 solche Minuten haben? (Leidenschaft, Gedankenlosigkeit, in eine Verschmelzung fallen etc.)

Ich werde auch artig sein. Später.

Dienstag, 20. April 2004 • Link

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