Reasons Edge

My Heart is like an open Highway. My Blog is not.

Im anderen Weblog hatte eine Frau commentiert, die mich seit Monaten in einem ihrer eigenen Blogs ständig nölend von der Seite anlinkt, meist ohne eine direkte Ansprache, immer unter dümmster Verballhornung meines Namens und Nicknames, stets in einem völlig verprollten herrischen Tonfall ... und einen inhaltlichen Bezug habe ich auch nicht entdecken können, mal gefällt ihr mein Stil nicht, mal mein Benehmen oder mein Thema.

Eine Blogopädin, wie man sie wirklich nicht näher kennen möchte, auch nicht virtuell. Ich habe also eine Weile gewartet, ein paar Einträge geschrieben und dann ihren Comment gelöscht, der das eigentliche Thema sowieso nicht traf und mal wieder belehrernd (sic) ins Leere sabbelte. Nun beklagt sie sich, denn natürlich hat sie ihren Comment seit Sonntagabend umkreist – warum eigentlich?

Meine Erkenntnis: Um des lieben Friedens Willen irgendjemanden dulden mag zwar nervensparender sein, fühlt sich aber doch nicht so befreiend und richtig an wie ein Löschfingereinsatz: Mein eigenes und privates Blog darf ich sauber halten, ich muss es nicht jedem Troll und jeder Trolla als Werbeplattform für ihr Gesülz bereitstellen.

Zweiter Teil der Erkenntnis: Trolle sind nicht immer anonym. Manche gehören auch einfach zu jener penetranten Truppe, die mangels Alltagsauslastung rund um die Uhr andere und eigene Weblogs durchforstet und schon lange den Tastsinn dafür verloren hat, ob Dazwischengelabere grundsätzlich, immer und überall noch Kommunikation oder schon an der Grenze zur Belästigung ist.

Bei Leuten, die man sonst beleidigt und über die man ständig Falsches rumsülzt, ist man im Blog nicht erwünscht. Klingt eigentlich nicht so, als sei das schwer zu verstehen, oder?

Dienstag, 30. März 2004 • Link

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