Reasons Edge

Was man so alles zu hören bekommt an einem Ostermontag.

Zum Beispiel den Spruch “Na, du würdest dich ja nicht für dein Kind aufopfern.”

Von einer Frau, die mit ihrer eigenen Tochter seit 15 Jahren nicht gesprochen hat, zwei ihrer drei Enkelkinder nie gesehen hat. Die ihrer Tochter Vorwürfe macht, weil diese nicht dankbar sei wegen der Ausbildung, bei der ihre Eltern sie unterstützt hätten und überhaupt, und bla bla bla bla bla. Eine Frau, die mich übrigens nicht kennt - mich nur so zweimal oder dreimal getroffen hat in 15 Jahren.

Erst habe ich noch versucht zu erklären, dass eine Ausbildung nun mal normalerweise nichts ist, wofür Kinder/Jugendliche/junge Menschen außergewöhnlich dankbar sind, denn in dem Alter haben sie genug mit sich selbst zu tun und nehmen die Umstände so hin, wie die Eltern sie servieren: Geld daheim abgeben oder welches bekommen eben.

Aber dann fing dieser Satz in meinem Kopf an zu klingen. Was für Sätze einem doch diese widerwärtigesten Warzenschweine unter den Mitmüttern gerne um die Ohren hauen ... kurz vor oder nach der Klage um ihre Einsamkeit.

Ich kann die Tochter verstehen. Aus diesem ineinandergeschrumpften Warzenmaul eine durchlaufende Tirade, welche Tochter würde sich das schon antun?

Dienstag, 26. April 2011 • Link

Geantwortet habe ich Krötenmaul übrigens, dass es doch besser sei, wenn jeder sein eigenes Leben hat (nicht die Mutter ihres “aufopfert” für ein Kind, schließlich hat G ja gesehen, was sie davon “hat”), daraufhin fing sie an zu knurren, ein Kind habe ja kein eigenes Leben.

Was den Rest des Gesprächs angeht, so habe ich es mir gegönnt, den einfach wegzulassen und stattdessen ein wenig Kuchen gegessen.

M  am  26. April 2011

Oh - es scheint das Ostern der Warzenmäuler gewesen zu sein ;-)

Angela  am  27. April 2011

Ich hätte sagen sollen “ich habe mein Kind schon aus einem brennenden Haus getragen, und du so?”

Bei dir also auch Leute, die ihr eigenes Ego durch Seitenhiebe aufwerten mussten?

M.  am  27. April 2011

Jo, Mutter und Schwester haben jede Chance genutzt…

Diese Krötenmäuler sehen ja leider nie, wie egoistisch gelagert ihre angeblichen Opfergaben sind.

Mütter mit einem eigenen Leben und Ego freuen sich doch eher, wenn sie ihrem Kind eine gute Ausbildung ermöglichen können…

Angela  am  28. April 2011

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